Gefäße wie Schalen und andere Hohlformen gibt es in allen Größen und Formen. Entscheidend für die Wertigkeit ist eine gleichmäßige Stärke der Wandung. Je gleichmäßiger eine Wandung wird, umso hochwertiger erscheinen die Werkstücke dem Betrachter. Fällt diese unregelmäßig aus, mindert es die Qualität. Obwohl die Funktionalität mitunter nicht eingeschränkt wird, vermitteln uns rein ästhetische Gründe, dass die Gebrauchsfähigkeit eingeschränkt ist.

Ob die Wandung nun dünn oder dick wird, spielt zunächst keine Rolle. Die Wandungsstärke wird, je nach Holz, Vorstellung und Können vom Drechsler festgelegt.

Wandungen mit einem Wandungstaster überprüfen:

Die Wandungsstärke eines Werkstückes lässt sich mit etwas Gefühl in den Fingerspitzen von Hand bestimmen. Bei großen Werkstücken und wenn man es ganz genau wissen möchte, wird mithilfe verschiedener Mess- und Prüfwerkzeuge gearbeitet. In der Anwendung und Form unterscheiden sich diese Werkzeuge nur unwesentlich. Im Kern handelt es sich aber immer um zwei Schenkel, die freibeweglich miteinander verbunden sind. Ähnlich wie eine Schere oder ein Zirkel.

Möchte man beispielsweise die Wandungsstärke einer tiefen Vase oder anderen Hohlform auf Ihre Gleichmäßigkeit überprüfen, muss ein geeignetes Messwerkzeug her. Grade bei tiefen Vasen ist es schwer, die Dicke des Bodens zu bestimmen. Werkzeuge wie die beiden Simon Hope Wandungstaster sind für diesen Zweck ideal. Sie verfügen über lang gezogene schmale Schenkel, die, je nach Ausführung, in bis zu 280 mm beziehungsweise 410 mm tiefe Hohlformen hineinragen. Auch Schalen mit einem Durchmesser von bis zu 560 mm oder sogar 820 mm können damit überprüft werden.

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Wie präzise ist ein Wandungstaster?

Der Hersteller verspricht, dass man nie wieder versehentlich den Boden eines Werkstückes durchstoßen wird. Sieht man sich den Wandungstaster genau an, fällt auf, dass er durch einen zusätzlichen Schenkel mit eingravierter Maßskala bestückt ist. Mithilfe dieser Skala können Wandungsdicken von 1 mm bis 20 mm genau bestimmt werden. So ist immer überprüfbar, wie viel des Materials noch vom Werkstück abgetragen werden kann oder muss. Fällt eine Wandung dicker aus, ließen sich sogar Stärken von bis zu 60 mm überprüfen. Jedoch steht ab 20 mm keine Millimeterangabe mehr zur Verfügung.

Sofern es die Öffnung zulässt, ist es sogar möglich, hinterdrehte Gefäßränder auf Ihre Gleichmäßigkeit zu überprüfen. Das verdankt der Taster der gebogenen Form der Schenkel. Ein großer Vorteil der rostfreien Schenkel ist außerdem, dass sie angerundete Spitzen haben. So bleiben keine Kratzer oder andere Beschädigungen zurück, wenn man die Wandungen abtastet.

Wie verwendet man einen Taster?

Wir zeigen euch am Beispiel des Simon Hope Wandungstasters, wie das Messwerkzeug richtig eingesetzt wird.

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Welche Mess- und Prüfwerkzeuge gibt es noch:

Messwerkzeuge zieht man nicht nur für Wandungskontrollen heran, so gibt es andere Taster, Lehren, Messschieber, Zirkel und vielerlei Dinge.

Taster:

Taster gibt es in vielen Formen und Symmetrien. Die Gängigsten sind die Innentaster, Außentaster, Schalentaster oder Wandungstaster. Funktion und Anwendung leitet sich in der Regel von der Namensgebung ab. In der Regel sind die Taster selbsterklärend.

Tanzmeister:

Der Tanzmeister ist eine Kombination von Außen- und Innentaster. Dessen Ursprung liegt in der Metallverarbeitung und diente dem Militär, um Kanonenrohre zu überprüfen. Seine Doppelform verleiht dem Tanzmeister eine Beschaffenheit, die hervorragend geeignet ist, um an schwer erreichbaren, tiefliegenden Stellen Messwerte, wie Innendurchmesser, Wandungsdicken oder Außendurchmesser, zu ermitteln.

Schiebelehre oder Messschieber

Diese Messgeräte stammen ursprünglich aus der Metallverarbeitung und zählen zu den wichtigsten Messgeräten eines Drechslers. Sie dienen zur Überprüfung der Maßhaltigkeit im Fertigungsprozess. So eignen sich Lehren und Schieber, um den Innen- und Außendurchmesser sowie Längen oder Wandungsdicken von Dosen und ähnlichen zylindrischen Hohlformen exakt zu ermitteln. Schieber und Lehren gibt es in verschiedenen Ausführungen, je nach Anwendungsgebiet. Egal ob Analog oder Digital, es lassen sich Werte mit der Genauigkeit von bis zu einem Zehntel Millimeter ablesen. Für die Arbeit der Drechslerwerkstatt bieten sich Messgeräte mit einer Feststellschraube an, welche die Übertragung genau festgelegter Werte vereinfachen.